Begründung: Als StudiVZ gegründet wurde, war Facebook in Deutschland noch nicht bekannt. Daher durften sich die StudiVZ-Macher durchaus “inspirieren lassen” und den Aufbau von Facebook “nachahmen”.
Nach gesundem Menschenverstand leuchtet diese Begründung auch ein.
PR gewonnen
Also waren alle Anstrengungen von Facebook umsonst? Ich finde nicht. dieser Prozess hat enorme PR geschaffen und dabei drei Kommunikationsziele von Facebook erfüllt, die für den Erfolg grundlegend sind:
1) Der Name war allgegenwärtig was die Bekannheit rapide ausgebaut haben dürfte.
2) Die Botschaft “Facebook ist dasselbe wie StudiVZ” wurde kommuniziert und dürfte vielen StudiVZlern die Grundangst genommen haben, dass FB etwas “komplett anderes” ist.
3) Der Hinweis, das Facebook “the real thing” und globaler Marktführer ist, dürfte zudem den Verdacht genährt haben, dass das Original ziemlich gut sein muss.
Steigender Marktanteil dank überzeugendem Produkt
Die letzte Etappe – Nutzer von StudiVZ zu Facebook zu locken und dort zu behalten – erledigt ein deutlich ausgereifteres Produkt “Facebook”.
Die Unfähigkeit von StudiVZ ihr Basis-Netzwerk durch sinnvolle Funktionen zu erweitern, die die Netzwerkler unterhalten und am “netzwerken” halten dürfte nicht nur bei mir in den letzten Monaten genügend Langeweile und Unzufriedenheit aufgebaut haben, um mal was neues zu probieren.
Also habe ich zu Facebook gewechselt. Und viele andere machen es wohl ähnlich, wenn man sich Google-Trends anschaut (Anzahl der Suchfragen nach beiden Netzwerken):
Meine subjektive Einschätzung sagt, dass die Cola-Erweiterung von Red Bull hierzulande bisher kein großer Markterfolg ist: Ich seh so gut wie niemanden das Zeug trinken. Ab und zu ja, aber für die meisten scheint es keine echte Konkurrenz zu Coca Cola zu sein.
Nun scheinen die Dosen aus vielen deutschen Supermarkt-Regalen verschwunden zu sein:
es wurden minimale Spuren von Kokain entdeckt.
So eine Auslistung und die Publicity dazu könnte natürlich das Aus bedeuten:
Auch nachdem das ganze wissenschaftlich als unbedenklich deklariert wurde, bleiben viele deutsche Regale wohl weiterhin ohne Red Bull Cola Dosen.
Es könnte natürlich auch die Initialzündung zum Erfolg sein:
Die Red Bull Cola ist (trotz ihrer Natürlichkeit und dem Bionade-Spirit) ein eher “normales” Produkt über das man nach dem ersten Hype nicht mehr groß reden wollte. Aber wenn da Kokain drin ist, könnte das eine klare Differenzierung zur braven Coca-Cola sein…
Laut diesem Blogpost geben Szenegastronomen in Österreich eine Vervierfachung der Umsätze nach Bekanntwerden der Kokain-Spuren an.
Neu ist das ganze freilich nicht
Red Bull’s Erfolg basierte ja auch auf gigantischer Mundpropaganda, die die geheimnisvollen unbekannten Inhaltsstoffe generierten. Auch Red Bull war in Deutschland anfangs verboten und wurde “heimlich” importiert.
Kokain-Spuren in der Cola – mit diesem Problem hatte Coca-Cola früher auch zu kämpfen. In dem Buch “For God, country and Coca-Cola” heißt es, dass der Konzern Jahre brauchte, bis er auch die letzten Spuren ausschließen konnte . Von offizieller Seite wurde die Existenz von Kokain-Spuren stets bestritten.
Songsmith ist ein Programm von Microsoft, dass man als umgedrehtes Karaoke bezeichnen kann.
Man singt etwas und das Programm hinterlegt die passende Musik dazu.
(Vorstellungsvideo auf der MS-Seite)
Im Netz kursieren bereits eine Vielzahl an (viralen?) Videos, die sich jedoch nicht ganz an diese Vorgehensweise halten. Statt selber zu singen, nahmen die Macher andere Quellen, die Songsmith dann musikalisch untermalte:
Lohnt sich Werbung auf youTube? Also diese beiden Videos hätten bei mir zu einem direkten Kauf geführt (Tatsächlich endeten beide in Geschenken in meiner Familie)
Koosh Ball – das witzigste für einen Abend mit Freunden
Elmo – das Witzigste für Kleine Kinder (und alle Erwachsenen drum rum)
Der Größte steht für eine gewisse Zuverlässigkeit.
Das denken sicher viele Menschen, wenn sie sich für ein Produkt oder einen Geschäftspartner entscheiden müssen. Das versuchen Firmen zu suggerieren, die bei jeder Gelegenheit als Verkaufsargument betonen, dass sie die Größten, die Umsatzstärksten, die Verbreitesten sind.
Aber gilt das heute überhaupt noch?
Beim Lesen der heutigen Financial Times kann man da seine Zweifel bekommen:
Der größte Autohersteller (GM):
Kämpft ums nackte Überleben.
Die größte Bank der Welt (Citi):
Steht vor der Aufspaltung.
Der größte nordamerik. Telko-Hersteller (Nortel):
Zahlungsunfähig.
Die größte deutsche Bank (Deutsche Bank):
€ 3,9 Mrd Verlust und (durch die Post) teilverstaatlicht.
Es sind schwere Zeiten. Aber wer hätte vermutet, dass ausgerechnet “die Größten” für die schlimmsten Schlagzeilen sorgen?
Welchen Wert hat es heutzutage also noch “der Größte” zu sein?