Dell bei Walmart.

By kaestner

Dell entwickelte sich von der Garagen-Firma zum zwischenzeitlichen größten und erfolgreichste PC-Hersteller der Welt auf Grund eines spezifischen Unterschieds: „Dell gibt es in keinem Geschäft“. Ausschließlicher Direktvertrieb lautete das Merkmal, das Dell erlaubte preiswerter als die Konkurrenz zu sein und so den Markt zu bestimmen.

Seit einigen Jahren kränkelt Dell. Gründer Michael Dell kam aus dem Vorruhestand zurück und verkündet jetzt die wohl grundlegendste Änderung der Unternehmensstrategie: Ab Juni wird es Dell in den US-Fillialen von Walmart zu kaufen geben. (Quelle: FTD)

Hmm… Weg vom Direktvertrieb, zurück zum traditionellen „Mauer-und-Regal-Markt“?
In einer Zeit in der…
… Bücher bei amazon.com statt Büchereien gekauft werden?
… Zeitungen online statt auf Papier gelesen werden?
… Musik bei iTunes statt in ner Plattenbude gekauft wird?
… Gebrauchtwagen bei autoscout24.de gesucht werden?
… alles mögliche bei ebay statt auf echten Flöhmärkten gekauft wird?

Wir befinden uns in einer Zeit in der ein Internet-Shop (verglichen mit einem Shop aus realen Atomen) nahezu nichts kostet. Das ermöglicht unendliche Auswahl an Büchern, Musik, Gegenständen (= Long Tail).
So galt es auch für Dell-PCs: exakt für meine Ansprüche hergestellt.

Nun dieser Rückschritt:
Bisher: individuelle PC-Lösungen mittels einzigartigen und unschlagbar effizienten Vertriebssystem.
Morgen: Standard-Lösungen bei einem der toughestem Real-World-Retailer der Welt.
Das soll den Profit steigern?
Das soll die Marke wieder aufladen?

Ich glaube Dell stürzt hier ganz klar in die falsche Richtung und droht in der Mittelmässigkeit zu versinken…

 via http://www.blog.zip-marketing.de/

Eine Antwort schreiben