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Ich war gestern im „Yours – Australian Bar“ in Frankfurt.
Wir saßen draußen, genossen unser Bier (Weizen. Weil angeblich kein Australier Forster Bier trinkt) und warteten auf unser Essen.
Plötzlich kamen zwei gutausehende Mädels in orangenen T-Shirts an den Tisch.
Sie seien von den „Body Angels“ (was ein Blick auf das Logo auf der linken Brust bestätigte) und boten uns an zu massieren.
Direkt hier am Tisch.
Wir könnten uns weiterunterhalten und am Ende entscheiden wir einfach wieviel wir dafür bezahlen wollen.
Ich fand das eine absolut super Aktion:
1. Probieren geht über Studieren – so lockt man Neukunden
2. Bietet einen Mehrwert für den Kunden und kommt symphatisch herüber.
3. Ich werde nicht wirklich bei dem gestört, was ich eigentlich tun will (genau das macht herkömmliche Werbung nämlich: Mich davon abhalten, was ich eigentlich will)
4. Super Nebeneinkunft: Mit einigen Ausnahmen werden die Einkünfte durch die Preisvorgabe „Entscheiden sie selbst wieviel“ höher sein, als wenn man einen Festpreis angibt. (Am Nachbatisch flossen nur Scheine)
Verbesserungsfähig war das ganze trotzdem:
1. Fehlende Werbemittel für die Hand:
Ich sagte deutlich, dass ich das super finde und sie gerne mal bei mir auf der Arbeit vorbeikommen kann.
Warum wurde mir (und allen anderen die sich gegen eine Massage entschieden haben und VOR ALLEM denen, die eine Massage bekamen) kein Flyer, eine Telefonnummer etc. gegeben?
Wenn ich am nä. Tag sehe WER es war, WO die Praxis ist (scheinbar massieren sie nur „auf der Strasse“), WIE ich sie erreiche und WAS genau sie anbieten , dürfte die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher sein, dass ich Neukunde werde.
2. Massage heißt entspannen und locker lassen. Dabei soll man sich noch unterhalten (ja, am Nachbartisch ging es irgendwie). Aber wie in Gottes Namen hätte ich mein Weizenbier saufen sollen und diesen gigantischen Emu-Burger, der soeben angeliefert wurde essen?
Anyway: Eine schöne Idee.
7. August 2007 um 10:14 |
Ein „Emo-Burger“ wäre in diesem Zusammenhang auch mal eine nette Innovation.
Da wären dann auch die Zwiebeln überflüssig…
20. November 2007 um 11:57 |
Mitterweile haben die Body-Angels den Punkt mit den Kontaktdaten erkannt und ich bekam auf Nachfrage eine ausführliche Visitenkarte inklusive einer Auflistung der Dienstleistungen. Wenn die URL funktioniert hätte, hätte ich sie gerne hier weitergegeben. Aber leider, leider…