Microsoft + Facebook: $240 mio aus’m Fenster?

By kaestner

Microsoft kaufte ja unlängst einen Anteil von mickrigen 1,6% des StudiVZ-Vorbilds Facebook. Für gigantische $ 240 Millionen. Wir gönnen es dem Facebook-Gründer, auch wenn doch der Neid nur schwer zu unterdrücken ist.

Vor allem aber fragen wir uns: Warum zahlt Microsoft soviel? Rechnet sich sowas wirklich? (nicht vergessen: 1,6% ist fast so viel wie “nix”)

Seth Godin hat die Antwort: es wird sich wahrscheinlich nie rechnen.

(Folgender Text ist eigentlich nur übersetzt. Hier im Original)

Schon “damals” zahlte Microsoft $ 400 mio für den -damals ähnlich “heißen”- Email-Service Hotmail und hat bis heute keinen Profit damit gemacht. Man nutze Hotmail zu Werbezwecken. Doch Hotmail hatte seine Nutzer dazu erzogen die Werbung zu ignorieren. Wer seine Emails checkt wird dies niemals unterbrechen, um Werbung für irgendein Zeug anzuschauen. Bei Facebook dasselbe: Wer auf die Seite geht sucht Leute. Kein Zeug.

Seth’s Lösung: Permisson-Marketing.

Wer sich registriert erteilt die “Erlaubnis” ihm einen oder mehrere auf ihn zugeschnittene Newsletter zu schicken. Darin sind Rabatte, exklusive News, oder Gratis-Gutscheine. Ein wahrer begehrenswerter Benefit, statt eine aufdringliche Unterbrechung.

Jede Werbung, die eine Unterbrechung oder störend ist wird nicht funktionieren im Gegensatz zu Seiten, wo die Werbung unterstützend und willkommen ist.

Recht hat er. Es ist zwar schwer Leute freiwillig zur Werbung zu bringen, aber man sollte wohl wenigstens probieren, ihnen die Chance zu geben. Und nicht nur Push-Strategien (=Unterbrechung) fahren.

Parallelbeispiel aus Deutschland

Und was passiert, wenn ProSiebenSat1 mit ihrer web2.0-Plattform MyVideo (die letzten 70% kosteten € 19 mio) dem Spießer Werbung aufdrückt, sieht man hier.

Seth is the man. Es lebe Permission Marketing.

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