1. Senf: komisches aktuelles Werbekonzept
Die Werbung auf StudiVZ scheint nicht sehr profitabel zu sein. Nachvollziehbar: wer auf die komischen Pseudo-Anzeigen (sind immer unter irreführenden Überschriften platziert) klickt kommt nur auf eine Suchseite mit bestimmten Begriffen. Hier klickt doch kein Mensch nochmal weiter, bis irgendeine Firma endlich einen Erfolg verbuchen kann!?
2. Senf: Die neuen AGB gefährden die Privatsphäre?
Also will StudiVZ anders werben.
Personalisierter.
So wie es amazon, GMX, Google und jeder erfolgreiche online-Werber auch macht.
Dafür müssen aber die AGBs geändert werden.
Datenschützer schreien auf. StudiVZ-Gruppen werden gegründet, wo man auf diesen „hinterlistigen Skandal“ aufmerksam macht. Und die ersten Studis sind schon demonstrativ ausgetreten.
ABER: Laut Spiegel-Interview scheint alles seine Ordnung zu haben.
Und selbst wenn: Wie kann man das Wort „Privatsphäre“ überhaupt noch in den Mund nehmen bei einer Plattform, wo…
- Liebespaare intimste Gedanken auf die Pinnwand schreiben, statt sich’s ins Ohr zu flüstern?
- Arbeitnehmer offiziell bekunden, dass sie mit Kopfschmerzen und Fahne im Büro versuchen zu schlafen?
- Durch Verlinkungen ganz schnell und ungefiltert die peinlichsten Party-Momente, sehr übersichtlich aufgelistet sind?
Bei StudiVZ geht’s doch um das Gegenteil von Privatsphäre: Absolute Selbstdarstellung.
3. Senf: Komische Datenbank-Fehler
Für diese Selbstdarstellung ist es auch möglich twitter-mäßig allen mitzuteilen, was man gerade macht (Am beliebtesten hierbei: „Kopfschmerzen vom Saufen haben und versuchen im Büro/Uni zu schlafen“).
Das wollte ich in meiner Euphorie auch machen: um jedem mitzuteilen, dass die nächsten Weihnachtsfeiern, Ski-Urlaube und komplett Fasching von holländischer Party-Musik dominiert sein wird (weil’s subba ist!!).
Und als ich mich durch die Freunde meiner Freunde geklickt habe, war ich von meiner meinungsbildenden Macht überrascht:
Ratzfatz waren zahlreiche Freunde meiner Meinung und hatten dies ebenfalls als Eintrag bei „was machst du gerade?“.
Lustig? Komisch?
Oder doch beängstigend?
StudiVZ basiert doch wirklich auf simpelsten Datenbank-Abfragen (die sogar ich zu IT-Studium-Zeiten programmieren hätte können). Und trotzdem passieren solche Fehler? Wer garantiert, dass dabei nicht auch mal wichtige Informationen, wie Passwort vertauscht werden??
Wer also austreten will, dann wohl eher deswegen als wegen neuer AGBs.
Mein Senf.
PS: Und (unter anderem!) deswegen werden die nächsten Feiern holländisch:
Schlagworte: apres skihut, Datenbank, Datenschutz, Error, neue AGB, Privatsphäre, StudiVZ, Werbung


18. Dezember 2007 um 11:10 |
[...] weil nur einige wenige User Positives über das Studierendenverzeichnis zu vermelden haben): A-B-C-D-E-F-G-H-I-J-K-L-M-N-O-P-Q-R-S-T-U-V-W-X-Y-Z . . . Das tut aber weh, woll? Mit ein Grund, warum [...]