Mercedes – mehr Masse statt Klasse?

By kaestner

Der einstige Branchenprimus MERCEDES kämpft seit Jahren mit seiner Profitabilität.

Und zunehmend auch mit seinem Image: Vom einstigen Synonym für Luxus-Limousinen entwickelte sich Mercedes zu einem Hersteller von allem Möglichen: Von der S-Klasse über Transporter über Kleinwagen bis hin zum Smart. Der Vorstoß in neue Märkte (Kleinwagen) sorgte für Probleme in dem neuen Bereich selbst (Elchtest bei der A-Klasse, Milliarden-Verluste mit Smart), hatte aber auch Auswirkungen auf den Gesamtkonzern: weitreichende Qualitätsprobleme bei den Flagschiffen (z.B. E-Klasse), Stellenabbau im Großen Stil, Absatzrückgänge und mehr.

Diese Woche legte Spiegel Online die angeblichen Pläne von CEO Zetsche für den Weg aus der Misere dar. Die Kernpunkte:

  • Entwicklung eines Motors für A- und B-Klasse, der auch in andere (sprich höhere!?) Modelle passt
  • Kooperation mit anderen Autoherstellern (z.B. BMW oder -Achtung!- Fiat)
  • Ausweitung der Kleinwagen-Palette durch neue Modelle
  • Kostenreduzierung durch Produktion in Osteuropa

Hmm.. wie das die Marke Mercedes wieder zu altem Ruhm und Profitabilität führen soll, verstehe ich absolut nicht. Ich sehe bei jedem Punkt mehr Risiken als Chancen:

  • Die Gefahr am Ende einen A-Klasse Motor in seinem Luxus-Mercedes zu haben, dürfte keinen Stern-Fahrer stolzer auf seinen Mercedes machen.
  • Und wer will Geld für einen Mercedes ausgeben, der dieselben Teile verwendet wie ein pimpfiger FIAT?
  • Warum noch mehr Modelle auf den Markt bringen? Hat Mercedes das Fiasko mit den Smart-Varianten schon vergessen? (mittlerweile gibt es keinen Smart ForFour, Cabrio, Cross, etc. mehr…)
  • Und Produktion in Ost-Europa sollte von dem Inbegriff Deutscher Automobil-Kunst auch nicht zu sehr publiziert werden..

Man wird sehen…

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